Premiere

"Premiere" ist ein Pay TV-Sender, der digital ausgestrahlt wird. Er ging aus der Fusion von DF1 und "Premiere" hervor und startete puenktlich am 1. Oktober 1999 unter dem Namen "Premiere World" neu. Hintergrund: Die Kirch-Gruppe erwarb die Mehrheit und dann wurde der Kirch Sender DF1 mit dem Hamburger Unternehmen verschmolzen. Heraus kam "Premiere World", das mittlerweile seit Maerz 2002 wieder "Premiere" heißt.

Premiere ist ein deutscher Bezahlfernsehsender, der digital via Satellit und ueber Kabelanschluss abonnierbar ist. Gegruendet wurde Premiere 1990 von der KirchGruppe, der UFA und Canal Plus und nahm am 26. Februar 1991 den Sendebetrieb auf.

Im Jahr 1997 verkauft die UFA ihren Premiereanteil an die KirchGruppe. Im selben Jahr startet Premiere sein Digitalangebot. 1999 wird durch Umstrukturierungen innerhalb der KirchGruppe die KirchPayTV Holding gegruendet. Darin verschmilzt Premiere mit dem Wettbewerber DF1 zu Premiere World. In der Saison 2000/01 uebertraegt Premiere erstmals alle Spiele der Fußball-Bundesliga und der UEFA Champions League live.

Im Februar 2002 uebernahm Dr. Georg Kofler die Geschaeftsfuehrung von Premiere. Zu dieser Zeit schreibt Premiere tiefrote Zahlen. Im Mai des Jahres musste die Kirch Pay TV-Holding Insolvenz anmelden; im Juli gelingt es mit Hilfe der Bayerischen Landesbank und der HypoVereinsbank, die drohende Insolvenz von Premiere abzuwenden.

Am 19. Maerz 2003 stellte Premiere seine neue Gesellschafterstruktur vor: die Investorengruppe Permira haelt zu diesem Zeitpunkt 64,1 Prozent, die Bayerische Landesbank und die HypoVereinsbank jeweils 10 Prozent, Bawag 3,5 Prozent. Die restlichen Anteile haelt das Management. Im August 2003 uebernimmt Dr. Georg Kofler weitere 10,37 Prozent Anteile von Permira und erhoeht diese somit auf 20,46 Prozent. Ein großes Problem fuer Premiere war lange Zeit das Verschluesselungssystem Betacrypt, welches schon lange Zeit zu umgehen war. Aus diesem Grund stellte Premiere im Herbst 2003 auf das neue Verschluesselungssystem Nagravision um.

Nachdem sich Premiere nunmehr auf das Kerngeschaeft konzentrierte und sich aus dem Hardwaregeschaeft zurueckzog, konnte Dr. Georg Kofler fuer das dritte Quartal 2004 erstmals, mit einem Nettoertrag von 15,4 Mio. Euro, Premiere wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Zudem ueberschritt man endlich die Grenze von 3 Mio. Abonnenten. Weiter kuendigte die Geschaeftsleitung einen moeglichen Boersengang fuer das Jahr 2005 an. Das Grundkapital der Premiere AG werde zum Zeitpunkt der Eintragung 70 Millionen Euro betragen. Es sei eingeteilt in 70 Millionen auf den Namen lautende Stueckaktien. Anteilseigner der neuen Premiere AG seien die bisherigen Premiere Gesellschafter: Mit dem uebergang auf die Aktiengesellschaft verlaengerte er seinen Vertrag mit Pemiere um weitere fuenf Jahre.

Der Schwerpunkt des Premiere Programm Angebotes liegt im Film- und Sportbereich. Erweitert wird das Angebot durch Themenkanaele von Drittanbietern wie z. B. dem Discovery Channel und dem Radioangebot Premiere Music Studio, das in Kooperation mit dem Anbieter MusicChoice betrieben wird. Fuer November 2005 plant Premiere die Einfuehrung von drei HDTV-Programmen (Hochaufloesendes Fernsehen).

Wie kann man Premiere empfangen?

Neben den millionenfach verkauften d-boxen gibt es viele weitere Receiver, mit denen man Premiere empfangen kann. Der Muenchner Pay TV-Kanal sendet digital ueber Satellit und Kabel. Das veraltete analoge Signal wurde dann gegen Ende Februar 2003 abgeschaltet.